Geschrieben am

Warum werden in den letzten Jahren vor allem bei professionellen Züchtern immer mehr Copepoden verfüttert – und nicht mehr Artemien?

Das werde ich immer wieder mal gefragt.

Grundsätzlich ist lebendiges Futter optimal für viele kleine Fische, Korallen und Larven: Es ist frisch, daher besonders nahrhaft, steigert den natürlichen Jagdtrieb und trägt ganz nebenbei zu einer gesunden Becken-Biologie bei.

Wenn wir an Lebendfutter denken, fallen den meisten zuerst Artemien ein. Die leben aber in der Natur gar nicht im Meer, sondern in Salzseen. Ihnen fehlen viele lebenswichtige Nährstoffe für Meeresbewohner, insbesondere die mehrfach ungesättigten Fettsäuren (z.B. „Omega 3/6/9“). Diese brauchen aber unsere Fische (und noch viel mehr der Nachwuchs in der Zucht) um gesund zu bleiben und zu wachsen.

Copepoden hingegen liefern jede Menge dieser wertvollen Stoffe.

Und obendrein sind sie auf die Dauer auch noch viel günstiger als Artemien: In einer einfachen Kunststoffwanne kann man sie bei Zimmertemperatur halten und kann einfache Copepoden-Arten mit einem Staubfutter ernähren. Dann vermehren sie sich schnell, und mit einem Sieb kann man mehrmals pro Woche frisches, gesundes Futter für die hungrigen Mäuler im Becken herausfischen.

Somit sind Copepoden eine tolle Nahrungsergänzung für gesunde Becken mit glücklichen Tieren.

Schreibe einen Kommentar