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Cyanos mit Synechococcus bekämpfen: Wie geht das?

Cyanos mit Synechococcus bekämpfen: Wie geht das?

31. März 2017

Praktisch jeder von uns hatte schon Cyanos im Becken. Und wenn es um die Frage der Bekämpfung geht, gibt es viele Tipps, die bei dem einen funktionieren, bei dem anderen leider nicht. Das liegt daran, dass es über 2000 Arten von Cyanos gibt, die alle eine eigene biologische Nische besiedeln – daher ergibt es keinen Sinn, über „grüne“ und „rote“ zu sprechen, da es hunderte grüner und roter Arten gibt, die nur Experten unter dem Mikroskop auseinander halten können.

Daher gibt es leider auch kein Patentrezept für die Bekämpfung, und viele geraten in Versuchung, mit Arzneien oder einer chemischen Keule zu arbeiten. Macht das nicht – sehr oft handelt es sich um Antibiotika, die wahllos gegen alle Bakterien wirken und auch die „guten“ umbringen. Das Ergebnis ist oft ein Becken, das in einem viel schlimmeren Zustand ist als vor der Behandlung.

Aber es gibt noch eine andere, natürliche und rein biologische Alternative. Synechococcus heißt ein Mittel, das schon viele erfolgreich gegen Cyanos eingesetzt haben. Tatsächlich handelt es sich dabei um eine schwimmende Cyano-Bakterie, die zur Bekämpfung der unschönen Beläge im Becken gezüchtet wird. Wenn man sie ins Wasser gibt, bringt man einen natürlichen Nahrungskonkurrenten ein, der den unerwünschten Cyanos nach und nach die Lebensgrundlage entziehen kann, denn Synechococcus „ernährt“ sich von den gleichen Stoffen.

Binnen zwei bis drei Wochen gehen die Beläge oft zurück, und ein bis zwei Wochen später verschwinden sie häufig ganz – und „gute“ Bakterien können sich den frei gewordenen Lebensraum zurück erobern. Dazu gibt man täglich ca. 50-80 ml Synechococcus pro 100 Liter Meerwasser hinzu. (Also brauchst Du für z.B. 300 Liter Wasser und drei Wochen 3 bis 5 Liter)

Der Synechococcus setzt sich übrigens dabei nirgendwo ab, sondern wird nach getaner Arbeit sogar noch von Korallen und anderen Beckenbewohnern aus dem Wasser gefiltert und dient ihnen als Nahrung.

Wichtig ist allerdings, dass hochwertiger Synechococcus aus kontrollierter Zucht eingesetzt wird. Leider findet man oft irgendwelche grünen Algenmischungen, die als Synechococcus verkauft werden, aber keiner sind – oder im schlimmsten Fall mit Schwermetallen und anderen Giften belastet sind, wenn sie z.B. mit falschem Dünger gezüchtet werden.

 

Und über diesen Link kannst Du Dir Synechococcus bequem nach Hause bestellen:

Synechococcus sp.

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